VITAMINE
Vitamine sind essentielle Mikronährstoffe, die Energiehaushalt, Immunabwehr, Zellteilung sowie Nerven- und Knochengesundheit steuern
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Wesentlich für Sehvorgang, Epithelgesundheit und Immunsystem. Der Status ergibt sich aus Aufnahme von Retinol und Provitamin-A-Carotinoiden.
• Vitamin A hat eine Funktion bei der Zellspezialisierung
• Fettlöslich, Speicherung in der Leber
• Überversorgung mit vorgeformtem Vitamin A möglich, Vorsicht in der Schwangerschaft -
Zentral im Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsel sowie für die Nervenfunktion.
• Coenzym in Pyruvat- und Citratzyklus
• Bedarf steigt mit hoher Kohlenhydratzufuhr
• Mangel beeinträchtigt neurologische Funktionen -
Coenzym in Redoxreaktionen als FAD und FMN, relevant für Energiegewinnung.
• Riboflavin trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
• Lichtempfindlich, Verluste bei Lagerung möglich
• Unterstützt Haut, Schleimhäute und Sehfunktion -
Baustein von NAD und NADP, damit essenziell für Stoffwechsel und Zellenergie.
• Unterstützt Haut, Nerven und Schleimhäute
• Hohe Einzeldosen können Flush auslösen
• Lebergesundheit bei hohen Einnahmen beachten -
Bestandteil von Coenzym A, wichtig für Fettsäure- und Energiestoffwechsel.
• Beteiligt an Synthese und Abbau von Fettsäuren
• Breite Lebensmittelverfügbarkeit, Mangel selten
• Sinnvoll in Formulierungen mit Stoffwechsel-Fokus -
Schlüsselrolle im Aminosäure- und Neurotransmitter-Stoffwechsel sowie in der Häm-Synthese.
• Trägt zur Immunfunktion und zum Homocystein-Stoffwechsel bei
• Langfristig sehr hohe Dosen können Neuropathien begünstigen
• Dosisableitung nach Befund und Zielbild -
Cofaktor biotinabhängiger Carboxylasen, relevant für Gluconeogenese und Fettsäuresynthese.
• Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haut und normaler Haare bei.
• Hohe Biotin-Einnahmen können bestimmte Labortests verfälschen
• Bedarf und Einsatz am klinischen Kontext ausrichten -
Zentral im Ein-Kohlenstoff-Stoffwechsel, DNA-Synthese und Zellteilung.
• Folat trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei
• Unterschied zwischen Folat aus Lebensmitteln und Folsäure als Ergänzung beachten
• Folat trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei -
Wichtig für Nervenfunktion und Blutbildung; Resorption erfordert Intrinsic Factor.
• Vitamin B12 trägt zu einer normalen Bildung roter Blutkörperchen und zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
• Funktionelle Marker: Holotranscobalamin und Methylmalonsäure
• Vitamin B12 ist in unterschiedlichen Verbindungen und Darreichungsformen verfügbar -
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei und erhöht die Eisenaufnahme.
• Unterstützt Immunfunktion und Redoxhaushalt
• Erhöht die nicht-häm-Eisenaufnahme aus der Nahrung
• Wasserlöslich, regelmäßige Zufuhr sinnvoll -
Reguliert Kalziumhaushalt, Knochen und Muskelfunktion; Statusmarker ist 25-Hydroxyvitamin D (25-OH-D).
• Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Muskelfunktion bei
• Synthese durch UVB-Licht, ergänzend über Ernährung und Supplemente
• Zielbereiche und Dosis anhand des Laborbefunds steuern -
Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
• Trägt zum Schutz von ungesättigten Fettsäuren bei
• Bedarf korreliert mit Zufuhr mehrfach ungesättigter Fette
• Hohe Zufuhr kann die Blutgerinnung beeinflussen -
Aktiviert vitamin-K-abhängige Proteine für Gerinnung und Knochenstoffwechsel.
• Unterstützt die Carboxylierung von Osteocalcin
• Unterschiedliche Halbwertszeiten von K1 und K2 beachten
• Wechselwirkungen mit Vitamin-K-Antagonisten berücksichtigen
MINERALSTOFFE & SPURENELEMENTE
Mineralstoffe und Spurenelemente sind essenzielle anorganische Nährstoffe: Mineralstoffe werden in größeren, Spurenelemente in sehr kleinen Mengen benötigt – beide steuern zentrale Funktionen von Nerven, Muskeln, Knochen, Schilddrüse, Blutbildung und antioxidativen Systemen.
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Zentral für Knochen- und Zahnmineralisierung sowie Erregungsleitung in Nerven und Muskeln.
• Reguliert durch Vitamin D, Parathormon und Kalzitonin
• Aufnahme- und Bindungsfähigkeit hängt u. a. von Vitamin D ab
• Kalzium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt. -
Kofaktor in hunderten Enzymreaktionen, wichtig für Nerven-/Muskelfunktion und Energiestoffwechsel.
• Beeinflusst Muskelkontraktion und -entspannung
• Bestimmte Medikamente/Erkrankungen erhöhen den Bedarf
• Organische Salze (z. B. Citrat) werden oft gut vertragen -
Kalium trägt zu einer normalen Funktion von Nervensystem und Muskeln sowie zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.
• Kaliumreiche Ernährung unterstützt die Blutdruckkontrolle
• Dysbalancen (Hypo-/Hyperkaliämie) können kardiale Effekte haben
• Nierenfunktion und Medikamenteninteraktionen beachten -
Unentbehrlich für Hämoglobin, Myoglobin und Zellatmung.
• Beurteilung über Ferritin, Transferrinsättigung; Entzündung (CRP) mitdenken
• Supplementierung nur leitliniengerecht; Überladung vermeiden
• Verträglichkeit variiert je nach Eisenform -
Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zu einer normalen DNA-Synthese und zur Erhaltung normaler Haut bei.
• Langfristig hohe Zinkgaben können Kupferstatus beeinträchtigen
• Absorption wird durch Phytate gehemmt
• Dosis am Bedarf und Laborstatus ausrichten -
Bestandteil von Selenoproteinen (z. B. GPx, DIO), relevant für Schilddrüse und antioxidativen Schutz.
• Unterstützt Umwandlung von T4 zu T3
• Regionale Bodenarmut kann die Versorgung beeinflussen
• Überversorgung vermeiden (Selenose-Risiko) -
Wichtig für Eisenstoffwechsel, Bindegewebe (Lysyloxidase) und Neurotransmitter.
• Zink:Kupfer-Balance beachten
• Kupfer trägt zu einem normalen Eisentransport und zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
• Leberstoffwechsel bei höheren Zufuhrmengen berücksichtigen -
Cofaktor in Enzymen des Energiestoffwechsels und der Knochenentwicklung.
• Bedarf gering; Überschüsse vermeiden
• Berufliche Expositionen sind der Hauptgrund für Toxizität
• Lebensmittelvielfalt deckt meist den Bedarf -
Bestandteil des Molybdän-Cofaktors (z. B. Xanthin-, Aldehyd-Oxidase).
• Essenziell für Purin- und Schwefelstoffwechsel
• Mangel selten bei normaler Ernährung
• Hohe Zufuhr in der Regel gut reguliert -
Baustein der Schilddrüsenhormone T3/T4, essenziell für Wachstum und Stoffwechsel.
• Bedarf steigt in Schwangerschaft/Stillzeit
• Sowohl Mangel als auch Überversorgung beeinträchtigen die Schilddrüse
• Jodsalz und Meeresprodukte sind wichtige Quellen -
Chrom trägt zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen und zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei.
• Evidenz für generelle Supplementierung ist begrenzt
• Chrompicolinat wird häufig eingesetzt; Nutzen individuell prüfen
• Interaktionen und mögliche Nebenwirkungen beachten
AMINOSÄUREN & PROTEINDERIVATE
Aminosäuren sind fundamentale Bausteine von Proteinen und steuern zentrale Stoffwechselwege; ausgewählte Derivate unterstützen Energieversorgung, Neurotransmission, Gefäßfunktion und Muskelregeneration – ihr Einsatz richtet sich nach Zielbild und individueller Verträglichkeit.
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L-Arginin ist eine semi-essenzielle Aminosäure, Substrat der NO-Synthase und Bestandteil des Harnstoffzyklus. In Formulierungen kann es je nach Gesamtkontext mit L-Citrullin kombiniert werden.
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L-Citrullin ist eine nicht proteinogene Aminosäure und Zwischenprodukt des Harnstoffzyklus. Im Körper kann es zu L-Arginin umgewandelt werden; verfügbar ist es unter anderem als L-Citrullin oder Citrullin-Malat.
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Glycin ist die kleinste proteinogene Aminosäure und Bestandteil von Kollagen und Glutathion. Es ist geschmacksneutral bis leicht süsslich und kann auch in Pulverformulierungen eingesetzt werden.
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Taurin ist eine schwefelhaltige, aminosäureähnliche Verbindung. Es kommt natürlicherweise im Körper und in tierischen Lebensmitteln vor und wird häufig in kombinierten Formulierungen eingesetzt.
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L-Theanin ist eine nicht proteinogene Aminosäure, die natürlicherweise vor allem in Teeblättern vorkommt. In individuellen Formulierungen kann es abhängig von Zusammensetzung und Einnahmezeitpunkt eingesetzt werden.
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L-Tryptophan ist eine essenzielle Aminosäure und biochemische Vorstufe von Serotonin und Melatonin. Die Aufnahme erfolgt über Transportwege, die auch von anderen grossen neutralen Aminosäuren genutzt werden; mögliche Arzneimittelinteraktionen sind zu berücksichtigen.
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L-Tyrosin ist eine proteinogene Aminosäure und biochemische Vorstufe von Catecholaminen und Schilddrüsenhormonen. Bei der Formulierung sind Gesamtdosis, Einnahmezeitpunkt und mögliche Wechselwirkungen zu berücksichtigen.
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L-Leucin ist eine essenzielle, verzweigtkettige Aminosäure und Bestandteil von Nahrungsproteinen. In Formulierungen wird es im Zusammenhang mit der gesamten Protein- und Aminosäurenzufuhr betrachtet.
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L-Lysin ist eine essenzielle Aminosäure und an verschiedenen Biosynthesewegen beteiligt, unter anderem an der Bildung von Carnitin. Die Versorgung kann insbesondere bei stark pflanzenbetonter Ernährung berücksichtigt werden.
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HMB ist ein Metabolit der Aminosäure Leucin und wird als Einzelstoff oder Bestandteil kombinierter Formulierungen eingesetzt. Evidenz, Einsatzbereich und Dosierung werden kontextbezogen bewertet.
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L-Alanin ist eine proteinogene Aminosäure und Bestandteil des Glukose-Alanin-Zyklus. In personalisierten Formulierungen wird es als ergänzende Aminosäure im Gesamtkontext der Zusammensetzung betrachtet.
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Kreatin erhöht die körperliche Leistung bei Schnellkrafttraining im Rahmen kurzzeitiger intensiver körperlicher Betätigung.
Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 3 g Kreatin ein. Die Angabe richtet sich an Erwachsene, die einer intensiven körperlichen Betätigung nachgehen.
CO-FAKTOREN & LIPIDE
Kofaktoren und Lipide unterstützen Energiegewinnung, Membranintegrität und Signalwege: Sie wirken in mitochondrialen Prozessen, als Methylgruppendonor, in der Neurotransmission oder als strukturelle Bausteine – und ergänzen damit gezielt Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren.
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Coenzym Q10 ist eine körpereigene, fettlösliche Verbindung und Bestandteil der mitochondrialen Elektronentransportkette. Konzentrationen können unter anderem alters- und medikationsabhängig variieren.
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Cholin ist Bestandteil von Membranphospholipiden und Vorstufe von Acetylcholin. Cholin trägt zu einem normalen Fettstoffwechsel und zur Erhaltung einer normalen Leberfunktion bei. Verfügbar sind unter anderem Cholinbitartrat, Alpha-GPC und Phosphatidylcholin.
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Betain ist ein Methylgruppendonor im Ein-Kohlenstoff-Stoffwechsel. Betain trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel bei.
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EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg EPA und DHA ein.
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Essenzielle Bestandteile von Membranen und Eicosanoid-Vorstufen. Linolsäure ist eine essenzielle Fettsäure; Arachidonsäure kann im Körper gebildet werden. Quellen sind unter anderem pflanzliche Öle, Nüsse und Samen.
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Ölsäure ist eine einfach ungesättigte Fettsäure und ein wichtiger Bestandteil von Olivenöl. Sie wird im ernährungsbezogenen Gesamtkontext und im Verhältnis zu gesättigten Fettsäuren betrachtet.
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Phosphatidylcholin ist ein Phospholipid und eine Quelle von Cholin. Es ist Bestandteil von Zellmembranen und kommt unter anderem in Lecithin-Fraktionen vor.
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Phosphatidylserin ist ein Phospholipid und Bestandteil von Zellmembranen. Bei der Auswahl werden Herkunft, Reinheit und die Einbindung in die Gesamtformulierung berücksichtigt.
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Alpha-Liponsäure, auch Thioctsäure genannt, ist eine schwefelhaltige Verbindung und Cofaktor in mitochondrialen Enzymkomplexen. Sie kann in kombinierten Formulierungen eingesetzt werden.
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Inositol ist ein zyklischer Zuckeralkohol und kommt in verschiedenen Isomeren vor, darunter myo-Inositol und D-chiro-Inositol. Es ist Bestandteil von Phosphoinositiden und wird je nach Gesamtformulierung eingesetzt.
Die Auswahl der Supplemente ist nicht abschließend.
Supplementierung stets indikations- und verlaufsbasiert (Blutwerte, Ziele), innerhalb geltender Leitplanken.
Die dargestellten Funktionen beziehen sich auf die jeweils genannten Nährstoffe. Gesundheitsbezogene Angaben werden nur für Formulierungen verwendet, deren empfohlene Tagesdosis die gesetzlichen Verwendungsbedingungen erfüllt. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise sind wichtig.
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NIH ODS – Dietary Supplement Fact Sheets (Übersicht):
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National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (2001). Dietary Reference Intakes for Vitamin A, Vitamin K, Arsenic, Boron, Chromium, Copper, Iodine, Iron, Manganese, Molybdenum, Nickel, Silicon, Vanadium, and Zinc. National Academies Press.
National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (2011). Dietary Reference Intakes for Calcium and Vitamin D. National Academies Press.
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Linus Pauling Institute, Oregon State University. Micronutrient Information Center (Vitamins, Minerals, Phytochemicals). Institutionelle Ressource, fortlaufend aktualisiert.
USDA FoodData Central. Nährstoff- und Fettsäuredatenbank für Lebensmittelprofile. Institutionelle Ressource.